Tod

...und niemand hat sein grab erfahren bis auf den heutigen tag.
(deuteronomium 34,6)

tod
küß mir die vollen lippen leer
und schließ mich in die arme
lachen werd ich nimmer mehr
geschwiegen sei mein name
tod
gib mir den süßen schlaf und nimm
mir meine träume alle
verbrennen sollst du geist und sinn
auf das ich dir gefalle
tod
laß mich vor deinem schwarzen tor
noch einmal rückwärts schauen
ich werf mich mut’ger als zuvor
hernach in deine klauen
tod
du sollst mich gerne haben doch
komm schnell und sanft und leise
leiden will ich dann nicht noch
auf dieser letzten reise
tod
reiß mir die zeit aus meinem herz
und füll es bis zum rand mit erde
lab dich nicht an meinem schmerz
das ich vergessen werde
tod
ich wollt ich könnt dir ewig trotzen
weiterleben tag um tag
ewiglich vor jugend strotzen
und kein gedanke an ein grab